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Geschichte von 12000 v.Chr. bis zur römischen Epoche
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Ohne Sizilien gesehen zu haben kann man sich kein Bild von Italien machen.
In Sizilien findet man den Schlüssel von allem ( Johann Wolfgang Goethe 1787 ).
In diesem Bereich möchte ich Ihnen ein wenig über die Anfänge der Sizilianischen Kultur bzw. Geschichte Erzählen.
Geschichte: Die Altsteinzeit
Als die Anfänge der Sizilianischen Geschichte bezeichnet man das Paläolithikum oder Altsteinzeit (in diesem Fall 12000 v. Chr.) Wärend dieser Zeit können Sizilien und die Liparischen Inseln als ein gemeinsamer Kulturkreis betrachtet werden. Sehr viel dieser Periode liegt noch völlig im Dunkeln da sich antike Quellen schlecht mit echten Funden in Übereinstimmung bringen lassen. Das bereitet den Forschern Schwierigkeiten und erschwert die Forschungsarbeiten. Zudem wiedersprechen sich Quellen wie jene von (Homer, Thukydides, Diodor etc.).
Die wenigen Funde aus dieser Zeit weisen vor allem auf kleinste Siedlungen an den flachen Küstenausläufern hin. Einige Tierrückstände lassen auf die Fauna des Paläolithikums schliessen. Man fand dort Überreste von Bären, Löwen, Zwergelefanten und anderen großen Dickhäutern wie das Nashorn oder Nilpferd.
In den San Teodoro-Höhlen bei Cefalù an der nördliche Küste Siziliens fand man zum Beispiel Begräbnisstätten und Felszeichnungen in der Grotte Cala dei Genovesi bei Levanzo einer Insel an der westlichen Küste Siziliens vor der Stadt Trapani. Früher waren die Inseln der Westküste Siziliens, auch Isole Egadi genannt vermutlich mit Sizilien verbunden. Auch in der Addaura-Höhle bei Palermo, an der Nordseite des Pellegrino Gebirges findet man Höhlenmalereien.
Als nächstes folgt das Mesolithikum oder Mittelsteinzeit genannt (8000 bis 4000 v. Chr.) Erstbesiedelung von Malta im Jahre 5200 v. Chr. von Stentinello (Sizilien) her
Geschichte: Die Jungsteinzeit
Die Entwicklung einiger Völker vom Jäger und Sammler zu produzierenden Wirtschaftsformen infolge der sogenannten neolithischen Revolution und damit zur Seßhaftigkeit, bestimmen die Ereignisse in dieser Zeit. Im 4. Jahrtausend v.Chr. kommen neue Siedler wahrscheinlich über den Seeweg nach Sizilien, was wiederum von hohen Erfahrungen in Sachen Seefahrt zeugt. In alten Legenden wie zum Beispiel der von Odysseus (Ulisse) wird beschrieben wie das Schiff dieser Abenteurer vor der Westküste Siziliens sank und die Besatzung sich auf die Insel retten musste. Die spitzen Felsen vor den Küsten Siziliens haben es den Schifsfahreren vergangener Zeiten bestimmt nicht leicht gemacht und so dürfte so manche Besiedelung aus Gründen der Not entstanden sein. Genau kann man nicht sagen von wo die Einsiedler den Weg nach Sizilien gefunden haben, denkbar wäre das die Siedler den Weg von der Westküste des Orients genommen haben um nach Sizilien zu kommen.
Die Menschen bauten in dieser Zeitepoche Rund oder Ovalhütten, die nicht selten als lockere Siedlung mit beachtlichen Befestigungsmauern errichtet wurden. Diese neolithische Epoche (Jungsteinzeit) brachte einige Keramikfunde die somit den Namen Stentinello Keramik bekommen haben. In der nähe des Dorf Stentinello befindet sich noch heute eine Dorf welches die neolitische Kultur in Form von bemahlten Keramiken für die Nachwelt aufbewahrt.
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Geschichte: Kupferzeit (3. Jahrtausend v.Chr)
Die kupferzeitliche Epoche brach über den Mittelmeerraum wie ein Sturm herein, aber anders als in den
vorhergehenden Epochen lag Sizilien hier nicht mehr am äußersten Ende; die sozialen und kulturellen
Neuerungen breiten sich bis nach Spanien aus, also in Landschaftsräume, die zur paläolithischen und
neolithischen Phase nicht zum mediterranen Kulturkreis gehörten.
Wieder neue Einwanderer brachten das
Wissen über die Verarbeitung von Kupfer, Gold, Silber und Blei nach Sizilien.
Die dadurch entstandenen
neuen Produktionsweisen zogen tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen nach sich.
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Die Bevölkerung
wohnte ab da weniger in Streusiedlungen als vielmehr in urbanen Siedlungen, was als ein wesentlicher Impuls
für die spätere Entwicklung gesehen wird. Die Auswirkungen kann man heute noch sehen, schließlich findet
man auf Sizilien fast keine Dorfgemeinschaften, wie sie in anderen Mittlemeerländern existieren, sondern
kleinste, organisch gewachsene Städte.
Reichhaltige Keramikfunde zeigen nicht mehr eine charakteristische Einheit, sondern mehrere differenzierte Entwicklungen mit fließenden Entwicklungsübergängen. Zudem beweist der Import der 'Glockenbecher' aus Spanien und Frankreich, daß Sizilien enge Handelskontakte mit Westeuropa bis zu den Britischen Inseln pflegte.
Zu den wichtigsten Kulturen Siziliens, die nach ihrem jeweiligen Fundort benannt sind, gehören u.a.: Conca d'Oro, San Cono, Piano-Notaro, Conzo, Serraferlicchio, Malpasso, Saint' Ippolito. Jede dieser Kulturen hat einfühlsam jede neue Anregung aus dem Osten aufgegriffen und in das eigene Kulturgut eingebaut, woraus auch die häufig wechselnden Keramiktypen resultieren.
Natürlich brachten die Einflüsse aus anderen Kulturen nicht nur künstlerische und "industrielle" Veränderungen, sondern auch die religiösen Ansichten veränderten sich unter dem Einfluß der Einwanderer. Auch hier zeigen kleine Statuetten - vor allem symbolische Stierhörner - engste Verbindungen zum Orient; zurückgehend auf Einflüsse, die sich in Richtung Osten über Kreta und die Kykladen bis Anatolien zurückverfolgen lassen. Nach den neuen religiösen Bräuchen verzichtete man ab dieser Zeit auf Einzel-Hockerbestattungen in einfachen Erdgruben, mit Vorliebe bestattet man nun mehrere Verstorbene zusammen in aus dem Felsen herausgearbeiteten Grabkammern, die engste Verwandtschaft mit ähnlichen Grabtypen auf Kreta, Zypern und auch auf Malta aufdecken. In Sizilien wird das für Jahrtausende die vorherrschende Bestattungsart werden.
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Geschichte: Bronzezeit (2000-1250 v.Chr.)
Der Übergang von der Kupfer- zur Bronzezeit verlief auf Sizilien und den Äolischen Inseln fließend, und in beiden Regionen kam es zu einer immer stärkeren kulturellen und auch politischen Eigenständigkeit· Wo früher die Kulturen auf Sizilien und Äolien noch sehr parallel verliefen, zeichnete sich infolge massiver Einflüsse, diesmal aus dem Westen, von der Iberischen Halbinsel, ein tiefgreifender Unterschied ab. Auf Sizilien kam es zur "Castelluccio-Epoche" und auf den Äolischen Inseln zur "Capo-Graziano-Kultur".
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Die Äolischen Inseln scheinen während dieser Zeit sogar die zentrale Position im Mittelmeerhandel zwischen Ost und West eingenommen zu haben. Ihr Obsidian-Export, der schon seit Jahrhunderten ihre bedeutendste Wirtschaftsgrundlage war, verhilft zu einer Schlüsselposition im Handel, der bis zu den Britischen Inseln reichte, von denen vorwiegend Zinn importiert wurde. Ein Beleg für diesen weiten Handel sind minoisch-mykenische Keramiken, datiert auf 1600-1400 v.Chr, die an vielen Fundorten der Capo-Graziano-Kultur gefunden wurden.
Auf Sizilien entwickelt sich eine Kultur, die zwar lokale Besonderheiten aufweist, aber dennoch unverkennbare Gemeinsamkeiten hat. Neben keramischen Produkten liefert auch die Steinindustrie dieser Zeit beachtenswertes: sizilianische Produkte der Bronzezeit wurden auf Malta, in Lerna (Peloponnes) und selbst in Troja gefunden.
In der kleinen Ortschaft Castelluccio wurden von P.Orsi auf einem Felsen Siedlungsreste mit viel Keramik, jedoch ohne Hinweis auf ein dörfliches oder urbanes Leben gefunden. Zum Ausgleich fand er dafür hunderte von "backofenförmigen" Felskammergräbern. Die Portalplatten dieser Grabkammern sind mit ihren einfachen Symbol-Ornamenten (hauptsächlich phallischer Form) die ältesten Steinskulpturen Siziliens.
Zu Beginn der Mittleren Bronzezeit (um 1400 v. Chr) scheint sich wieder ein tiefgreifender Wandel vollzogen zu haben, der sich wieder einmal an Hand der Keramikformen zeigt. Es wird abrupt mit den Traditionen der Capo-Graziano und der Castellucci-Kulturen gebrochen, und auf den Äolischen Inseln erscheint die Milazzo-Kultur, auf Sizilien die Thapsos-Epoche. Diese beiden Kulturen verlaufen wieder stärker verbunden als ihre Vorgänger.
Dieser Wandel hängt wahrscheinlich auch mit neuen Völkerwanderungen zusammen, jedoch wurden die bestehenden Siedlungen weder verlassen, noch wesentlich verändert. Viele Dörfer existierten durchgehend von der frühen bis zur späten Bronzezeit.
Die ausgedehnten Handelsbeziehungen des Orients über die Ägäis, Sizilien und die Iberische Halbinsel bis hin nach England zur Wessex-Kultur zeigen sich unter anderem in einer ägyptischen Perlenkette (aus der Amenophis Dynastie 1364-1347 v.Chr.), die auf der Insel Salina gefunden wurde. Weiterhin finden sich Keramiken mit minoischen Linear-B-Schriftzeichen, die bisher nur in Knossos, Mykene und Pylos gefunden wurden.
Thapsos, auf der kleinen Halbinsel Magnisi, nördlich von Syrakus liegend, ist heute völlig verlassen. Es war eines der bedeutendsten Siedlungsgebiete der Mittleren Bronzezeit, hinterließ aber auch nur spärliche Reste von Behausungen, aber viele Felskammergräber. Entsprechend der Geländebeschaffenheit gibt es zwei Typend von Gräbern: an den flachen, felsigen Küstenausläufern sind sie mittels eines Dromos zugänglich, die unmittelbar auf der Halbinsel liegenden dagegen mit Hilfe eines Einstiegsschachts.
Die Zeit zwischen 1250 v. Chr. und dem 8. Jh. v.Chr. war wohl für alle Mittelmeerkulturen eine dunkle Epoche, gezeichnet von kultureller Erneuerung, Völkerwanderung, Eroberungen und ständigen Territorialkämpfen. Wieder einmal zeigen Sizilien und die Äolischen Inseln wegen andersartiger Einflüsse stark unterschiedliche kuturelle Entwicklungen.
Wieder gibt es Einwanderungswellen nach Sizilien, die aber diesmal namentlich bekannt sind: Ausonier, Morgeten, Elymer und Sikuler. Jedoch weiß niemand etwas genaues über die bereits bestehende Bevölkerung. Einzig darin, daß die Sikaner als Ureinwohner die Insel lange nach dem Kyklopen besiedelt haben sollen, herrscht Einigkeit in den antiken Quellen, angeführt von Thukydides.
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Die Wirren dieser Zeit belegen archäologische Funde, nach denen die Menschen plötzlich ihre seit Jahrtausenden
ertragreichen Küstenländereien verlassen, um ins karstige Gebirge umzusiedeln. Alle neuen Siedlungen scheinen
in erster Linie zum Zweck der Verteidung erbaut zu sein.
Während sich auf den Äolischen Inseln die Ausonische Kultur herauskristallisiert, wird die Pantálica-Kultur
zum gemeinsamen Nenner Siziliens.
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Neben Pantálica finden sich auch in Cassibile, Dirrueri, Finocchita u.a. weitgehend identische Ansammlungen von Tausenden von Felsgräbern.
Die Funde lassen sich von der späten Bronzezeit bis zur Eisenzeit in vier deutlich abgegrenzte Phasen einorden. Außerdem finden sich nach wie vor Einlüsse aus der mykenischen Welt in Keramiken als auch verschiedenen Kleinbronzegeräten. Auch architektonische Beweise für die Verbindung zwischen Sizilien und dem frühen Griechenland liefert die letzte Pantálica-Epoche. Mitten im Zentrum des schwer zugänglichen, auf Verteidigung ausgerichteten Siedlungsgebietes liegt der Palast eines Stammesfürsten, der sowohl in der Grundrißgestaltung als auch in der Mauerwerkstechnik den mykenischen Anlagen der Peloponnes verblüffend ähnelt.
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Geschichte: Griechische Epoche (734 v. Chr.)
Seit dem 8. Jh.v.Chr. entstanden im Osten und Süden der Insel griechische Kolonien. U.a. Naxos, Lentini, Catania (alle von Chalkis aus gegründet), Syrakus (734, Korinth), Megara Iblea (Megara) und Gela (Rhodos und Kreta), welche wiederum Tochterkolonien gründeten. Z.B. entstanden Selinunte und Agrigent aus Megara Iblea und Gela.
Im Westen dagegen, dem Gebiet der Sikaner und Helimer, entstanden vorwiegend Niederlassungen der Phönizier (u.a. Panormos = Palermo, Solunto und Mózia). Diese Städte waren hauptsächlich Handelsstützpunkte und existierten in Allianz mit den Einheimischen, deren Zentren in der Hauptsache aus Segesta, Erice und Entella bestanden.
559 - 529 v.Chr. unternahm Malchus aus Karthago einen Feldzug in Sizilien, der eine politische und militärische Abhängigkeit der phönizischen Niederlassungen zur Folge hatte.
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Die griechischen Kolonien kamen trotz ständiger Zwistigkeiten untereinander in kurzer Zeit zu großem Reichtum, wie auch die Monumentalbauten erahnen lassen. Es entstanden Handelsbeziehungen zu den Städten Süditaliens und Karthago, später (ab dem 6. Jh.v.Chr.) auch mit Rom. Weil die Sozialstrukturen der Städte vor allem die Landbesitzer begünstigte, kam es Anfang des 6. Jh.v.Chr. zu inneren Unruhen, die tyrannische Regime hervorbrachte.
Syrakus wurde zu Beginn des 5.Jh. von Gelone, dem Tyrann von Gela, eingenommen. Damit begann die Vorherrschaft Syrakus´ über den Südosten Siziliens.
483/82 annektierte der Tyrann Theron von Akragas die karthagische Stadt Himera und errichtete damit erstmals einen inseldurchziehenden Flächenstaat. Als Theron ein Bündnis mit seinem Schwager Gelone schloss, sah Karthago darin eine Gefährdung seiner Gebiete. General Hamilkar landete mit einem großen Söldnerheer in Panormos und eilte dem Hilferuf des aus Himera vertriebenen Terillos entgegen. Mit Hilfe einer List besiegten die Griechen unter der Führung Gelons die Karthager und verbrannten ihre Flotte.
Hamilkar fand in diesen Kämpfen den Tod, und ein Friedensvertrag verpflichtete die Karthager zu Raparationszahlungen, deren Gebiete jedoch unangetastet blieben. Zwischen den Griechen und den Karthagern folgte ein 70 jähriger Frieden, der vor allem den Karthagern Zeit zur Festigung gab.
474 besiegte Hieron, der Bruder und Nachfolger Gelons, die Etrusker bei Cuma und weitete seinen Einfluß auch auf die griechische Welt in Süditalien aus.
Syrakus entwickelte sich zur blühenden Hauptstadt Siziliens und wurde die mächtigste Stadt der Griechen, teils mächtiger sogar als Athen. Leontini befand sich im Krieg mit Syrakus und bat Athen um Hilfe. Da Athen durch den Expansionsdrang Syrakus´ ohnehin schon seine Machtinteressen in Gefahr sah, eilte man zu Hilfe und versuchte im Zuge des peleponnesischen Krieges, Syrakus wieder unter Kontrolle zu bekommen.
Leontini, eine Stadt an der Ostküste Siziliens, befand sich im Krieg mit Syrakus. Da man über die Haltung Athens Syrakus gegenüber informiert war, bat man um Athens Hilfe. Athens Eingreifen verlief zunächst glücklich, kam aber 424 zu einem jähen Ende, als die Städte Siziliens in Gela Frieden schlossen. Die athenische Flotte mußte sich zurückziehen. Jedoch war das noch nicht das Ende dieser Auseinandersetzung, denn 416 erklären sich Segesta und Selinunte gegenseitig den Krieg. Selinunte nimmt in diesem Krieg Hilfe aus Syrakus in Anspruch, woraufhin Segesta sich hilfesuchend an Athen wendet. Zu ihrem Bedauern brachten die intensiven Bemühungen der Athener keine Erfolge ein und Syrakus setzte sich 413 mit einem klaren Sieg gegen die Angreifer durch.
Als Selinus einen Angriff auf die Elymer Segestas führte, beendete dies die griechisch-punische Friedensperiode, denn Segesta hatte sich vor der drohenden Niederlage den Karthagern unterstellt, und damit deren Eingreifen erwirkt. Sowohl Selinus als auch Himera wurden vernichtet, letztere auch aus Rache wegen der Niederlage 480 gegen Gelon. Zwar bestand ein Beistandpakt zwischen Syrakus und Selinus, aber Syrakus - geschwächt durch den Kampf gegen Athen - bemühte sich zusammen mit den Karthagern um eine friedliche Beilegung des Konfliktes.
408 - 407 führte Hermokrates einen Guerillakrieg gegen die Karthager und propagierte einen gesamtgriechischen Kampf gegen den Erzfeind Karthago. 406/5 reagierten die Punier mit einem militärischen Schlag. Der folgende Friedensvertrag begünstigte die Karthager:
Das karthagische Einflußgebiet wurde erweitert, jedoch wurde auch der Tyrann von Syrakus, Dionysios I. namentlich bestätigt um die griechische Innenpolitik zu stabilisieren und damit einen dauerhaften Frieden auf Sizilien zu garantieren.
Dionysios I. rüstete auf und brach den Friedensvertrag mit einer Krigeserklärung an Karthago, mit dem Ziel, alle griechischen Städte zu befreien. Der Krieg brachte keine größeren Veränderungen und wurde 392 v.Chr. von dem Karthager Mago wieder für kurze Zeit aufgenommen.
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Geschichte: Römische Epoche (ca. 300 v. Chr.)
Die Römer "befriedeten" (wie sie es selbst so schön zu sagen pflegten) die Insel während des ersten punischen Krieges (264-241) und machten sie zur Provinz "Sicilia". Syrakus blieb allerdings noch bis 212 selbständig. Nach schwersten militärischen Niederlagen Roms verbündet sich Syrakus mit Karthago und fällt 212 durch Verrat an die Römer. Das war auch der Anlaß zu dem Archimedes gesagt haben soll "störet meine Kreise nicht".
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Sizilien wurde die Kornkammer des römischen Imperiums. Die Insel litt stark unter der Ausbeutung der
Statthalter, was sehr schön in den Reden Ciceros (106-43) gegen Verres (der einer in der Reihe der
Statthalter war) nachzulesen ist. Unglücklicherweise muß hier erwähnt werden, daß Verres vermutlich nur
deshalb in Ungnade fiel, weil er erbeutete Schätze und Kunstgegenstände für sich selbst behielt.
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Hätte
er die Früchte seiner Ausbeutung etwas mehr dem Staate zur Verfügung gestellt, hätte man ihn vermutlich
auch noch als Helden gefeiert. Neben der Ausbeutung wurde Sizilien auch noch von den daraus resultierenden
Sklavenkriegen (136-132 & 104-101) erschüttert.
Erst durch Kaiser Augustus begann ein Wiederaufbau Siziliens.
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