Eingestellt von - Montag, 10. August 2015 - 2 Kommentare

Die Steinzeit auf Sizilien

Werkzeuge der Steinzeit

Als die Anfänge der Sizilianischen Geschichte bezeichnet man das Paläolithikum oder Altsteinzeit (in diesem Fall 12000 v. Chr.) Während dieser Zeit können Sizilien und die Liparischen Inseln als ein gemeinsamer Kulturkreis betrachtet werden. Sehr viel dieser Periode liegt noch völlig im Dunkeln da sich antike Quellen schlecht mit echten Funden in Übereinstimmung bringen lassen. Das bereitet den Forschern Schwierigkeiten und erschwert die Forschungsarbeiten. Zudem wiedersprechen sich Quellen wie jene von (Homer, Thukydides, Diodor etc.). Die wenigen Funde aus dieser Zeit weisen vor allem auf kleinste Siedlungen an den flachen Küstenausläufern hin. Einige Tierrückstände lassen auf die Fauna des Paläolithikums schließen. Man fand zum Beispiel in den San Teodoro-Höhlen bei Acquedolci in der Provinz von Messina Überreste von Bären, Löwen, Zwergelefanten und anderen großen Dickhäutern wie das Nashorn oder Nilpferd.  Eine weitere Fundstädte von großer Bedeutung ist die Cala dei Genovesi  Grotte bei Levanzo an der Westküste. Hier auf den Ägadischen Inseln die einst mit Sizilien verbunden waren hat man Ritzzeichnungen aus dieser Epoche gefunden. Die Addaura-Höhle bei Palermo  an der Nordseite des Pellegrino Gebirges ist die dritte Fundstädte die von großer Bedeutung ist. Im Inneren der Addaura Höhlen findet man Höhlenmalereien aus der Altsteinzeit. Als nächstes folgte das Mesolithikum oder Mittelsteinzeit genannt (8000 bis 4000 v. Chr.) Erstbesiedelung von Malta im Jahre 5200 v. Chr. von Stentinello (Sizilien) her.

Die Entwicklung einiger Völker vom Jäger und Sammler zu produzierenden Wirtschaftsformen infolge der sogenannten neolithischen Revolution und damit zur Sesshaftigkeit, bestimmen die Ereignisse in dieser Zeit. Im 4. Jahrtausend v.Chr. kommen neue Siedler wahrscheinlich über den Seeweg nach Sizilien, was wiederum von hohen Erfahrungen in Sachen Seefahrt zeugt. In alten Legenden wie zum Beispiel der von Odysseus (Ulisse) wird beschrieben wie das Schiff dieser Abenteurer vor der Westküste Siziliens sank und die Besatzung sich auf die Insel retten musste. Die spitzen Felsen vor den Küsten Siziliens haben es den Segelbooten vergangener Zeiten bestimmt nicht leicht gemacht und so dürfte so manche Besiedelung aus Gründen der Not entstanden sein. Genau kann man nicht sagen von wo die Einsiedler den Weg nach Sizilien gefunden haben, denkbar wären das die Siedler den Weg von der Westküste des Orients genommen haben um nach Sizilien zu kommen.

Die Menschen bauten in dieser Zeitepoche Rund oder Oval-Hütten, die nicht selten als lockere Siedlung mit beachtlichen Befestigungsmauern errichtet wurden. Diese neolithische Epoche (Jungsteinzeit) brachte einige Keramikfunde die somit den Namen Stentinello Keramik bekommen haben. In der Nähe des Dorf Stentinello (bei Siracusa) befindet sich noch heute eine Dorf das die neolithische Kultur in Form von bemalten Keramiken für die Nachwelt aufbewahrt. 

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Kommentare:

  1. Hallo :) spannendes Thema, ist das dargestellte Artefakt auf Sizilien (oder den Liparischen Inseln) entdeckt worden?

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  2. Hallo Ralf, auf den Äolischen Inseln wäre es sicher Obsidian gewesen, diese hier wurden in der Addaura Grotte in der Provinz von Palermo gefunden. Die Fundstücke sind heute größtenteils im Museo Archeologico Regionale Antonino Salinas zu besichtigen.

    P.S. wunderschöne Bilder sind das in deinem G+ Profil, die gefallen mir sehr gut, tolle Spachteltechnik!

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